Im Bannwald

Zeichnungen und Radierungen vom Feldberg

Wolfram Isele

25. Juni bis 29. Juli 2004

Ausstellungseröffnung:
25. Juni 2004, 19.30 Uhr
mit Sieger Ragg

Geöffnet auch während der Langen Ostnacht.

Als Bannwald bezeichnet man Wälder, die sich selbst überlassen werden und die sich ungestört zum Urwald von morgen entwickeln sollen. Im Bannwald am Feldsee hat sich in den letzten 5 Jahren der Bildhauer und Zeichner Wolfram Isele immer wieder bewegt, um zu zeichnen.
Aufgewachsen in Titisee-Neustadt, war für Wolfram Isele der Feldberg in seiner Jugend der Mittelpunkt seiner sportlichen Aktivitäten: des alpinen Skilaufs. 25 Jahre später nun erlebt er das Zeichnen an der Baumgrenze als Wiederaneignung von Heimat.

Wolfram Isele hat in Karlsruhe Kunsterziehung und Bildhauerei studiert und an der HdK Berlin am Modellversuch Künstlerweiterbildung das Aufbaustudium zum Künstler in der Kulturarbeit abgeschlossen. Nach 18 Jahren stadtteilbezogener, gewerkschaftlicher Kulturarbeit im Stuttgarter Osten im Projekt WERK lebt er jetzt als freier Bildhauer in Ostheim.

Die Ausstellung wird am Freitag, den 25. Juni 2004 um 19.30 Uhr in der Stadtteilbücherei-Ost unter Mitwirkung von Sieger Ragg eröffnet und dauert bis zum 29. Juli.

Zur Ausstellung erscheint eine Sonderedition: Tannenzäpfle

   
Ort: Stadtteilbücherei-Ost
Schönbühlstraße 88
70188 Stuttgart
Öffnungszeiten: Di - Fr
Sa
11 - 19 Uhr
10 - 16 Uhr

    

Vita

Wolfram Isele

Jahrgang 1952
   

73 Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim,
Grundstudium Industrie-Design
74 Kunstakademie Karlsruhe
Kunsterziehung
Hauptfach: Bildhauerei
Nebenfach: Kunstgeschichte
80 Staatsexamen
80 Modellversuch Künstlerweiterbildung an der Hochschule für bildende Künste Berlin
Aufbaustudium "Künstler in der Kulturarbeit"
Kunst im Knast, Projekte in der gewerkschaftlichen Jugendarbeit
81 Spielmobil Bollerwagen Berlin Reineckendorf
82 Referendariat Kunsterziehung in Karlsruhe
abgebrochen zugunsten des
82 Stipendiums
Stadtteilbezogene, gewerkschaftliche Kulturarbeit

Aufbau des Projektes WERK (KunstWERK, GeWERKschaft, WERKstatt) in Stuttgart-Ost als Künstlerischer Leiter.
Verschiedenste künstlerische Kulturarbeitsprojekte in Bereichen wie:
– Erwerbslosigkeit (vor Ort, auf Freizeiten und in Seminaren),
– Kinderkulturarbeit (Der Kinder- und Jugendbereich hat sich zu einer selbstständigen Einrichtung entwickelt: Karamba Basta! e.V.),
– Stuttgarter Osten Lokalzeitung (10 Jahrgänge, monatliches Erscheinen),
– Stadtteilgeschichte (u. a. erschien im Silberburg-Verlag das Buch
Der jüdische Frisör, Auf Spurensuche: Juden in Stuttgart-Ost, herausgegeben von der Stuttgarter Osten Lokalzeitung),
– Kunstausstellungen (u.a. auch Beuys-Katalog),
– Interkulturelle Projekte,
– Kunst im Öffentlichen Raum (z.B. Kunstraum Schönbühlstraße,
5 Wandmalprojekte mit Jugendlichen (Graffiti), mit Kindern aus dem Stadtteil und Künstlerinnen und Künstlern aus San Francisco, Sardinien und Südafrika),
– Gewerkschaftlichen Themen (unter Einbeziehung einer breiten Palette künstlerischer Medien, von der Zeichnung bis zur Videokamera, von der Aktion bis zur Plastik)

Gefördert von Kunstfond e.V., Hans-Böckler-Stiftung, Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, Stadt Stuttgart, Stuttgarter Gewerkschaften, als Projekte des WERK oder auch mit Kooperationspartnern (z.B. Landeszentrale für politische Bildung, Kirchen, Theaterhaus, Jugendeinrichtungen, Stadtbücherei usw.)
   

Ausstellungsbeteiligungen
in Karlsruhe, Berlin, Stuttgart, Wendlingen

Einzelprojekte

89 Relief zur Erinnerung an 199 jüdische Zwangsarbeiterinnen in Calw in den Räumen der Firma Bauknecht
93 Ausstellungsgestaltung für die IG Metall über gesundheitliche Schäden durch Tri und Per auf der Internationalen Gartenschau Stuttgart.
01 Denkmal für die Mulfinger Kinder, Foyer Jugendamt Stuttgart
02 TagebuchZeichnen, ein Zeichenbuch für die Sommerakademie der Kunstschule Filderstadt
  
Seit 1998 als selbstständiger Bildhauer und Künstler in der Kulturarbeit tätig.

- Seminare in der Erwachsenenarbeit
- Coaching in 'Artefakten, Arbeiten und Weiterqualifizierung für Künstlerinnen und Künstler im Programm 'Arbeit statt Sozialhilfe'